KEKSE!!
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Einschlafstillen - Fluch oder Segen?

Du verwöhnst Dein Baby nicht, wenn Du es zum Einschlafen stillst!

Viele Mamas sind verunsichert, ob sie ihr Baby nicht verwöhnen, wenn sie es am Abend in den Schlaf stillen. Es ist so wunderbar einfach und effektiv. Die Babys schlummern friedlich ein und wenn man routinierter wird, kann man sich einigermaßen gut aus dem Schlafzimmer schleichen.

  • Aber gewöhnt sich das Baby nicht daran?
  • Wird es dann nicht ewig und nur mit der Brust einschlafen?
  • Wie ist es, wenn der Papa den Nachwuchs auch mal zum Schlafen bringen möchte oder muss, weil Mama ausnahmsweise gerade nicht da ist?
  • Wie wird es zum Kitastart sein, wenn die Brust nicht in der Nähe ist?

Wir können dahingehend beruhigen und einen kleinen Ausblick geben.

Babys kann man gar nicht genug verwöhnen. Sie sind hilflose, kleine Wesen, die ein starkes Wurzelwerk benötigen, um Flügel zu entwickeln.
Indem man bei jedem Weinen sofort reagiert und immerzu dafür sorgt, dass das Baby sich sicher und geborgen fühlt, merkt es, dass es sich auf Mama und Papa verlassen kann. Sein von Geburt an vorhandenes Urvertrauen in sein Eltern und seine gesamte Umwelt wird so gestärkt und das ist wichtig für sein gesamtes, weiteres Leben!

Aber zurück zu unserem Thema „Verwöhne ich mein Baby, wenn ich es zum Einschlafen stille?“ – und wie ist das mit dem Papa?

Babys wissen ziemlich genau, wer die Milch bei sich trägt und wer nicht. Daher erwartet ein Baby bei dem Papa auch gar nicht, dass es von ihm gestillt wird. Hier können wir den Tipp geben, dass das „Tragen das Stillen der Väter“ sein kann. Eine Tragehilfe, ein Ringsling oder ein Tragetuch können hier richtiggehende Wunderwaffen sein.
In unserer 20 Tage Challenge haben uns alle Väter, die ihre Babys in dem Zeitraum getragen haben, das Feedback gegeben, eine immens stärkere Bindung zu ihren Kindern entwickelt zu haben. Eine Trageberatung bei einer geprüften Beraterin ist eine fantastisch angelegte Investition. Hier profitiert die gesamte Familie. Die Mama hat mal wieder ein paar Momente für sich allein, dem Baby geht es fantastisch bei Papa eng eingekuschelt und der Papa kann sich endlich auch aktiv am Familienleben mit dem Baby beteiligen. 40 Wochen Schwangerschaft, die Geburt, das Stillen… Immer in der passiven Beobachterrolle und nicht wirklich aktiv helfen zu können, kann sehr frustrierend sein.

Als ich bei der Geburt meines Neffen dabei sein durfte, konnte ich einen kleinen Einblick bekommen, wie es einem Vater gehen muss. Diese Hilflosigkeit – nichts tun zu können, um die Situation zu lindern. Das war für mich eine unglaubliche Erfahrung und hat mich sehr geerdet.

Bei uns hier in Hamburg sieht man mittlerweile überall Trageväter und es macht mich ein wenig stolz, wenn ich das beobachte. Denn ich bin mir sicher, dass wir einen großen Teil dazu beigetragen haben. Viel Grundlagen- und Aufklärungsarbeit. Viele, viele Trageberatungen und Messen, bei denen man im direkten Kontakt viele Fragen beantworten und Ängste vor dem „Verwöhngespenst“ nehmen konnte.

Menschenbabys sind rein per wissenschaftlicher Definition nämlich tatsächlich „aktive Traglinge“.

Dass unsere Babys evolutionsbiologisch somit gar nichts anderes erwarten und es für ihre körperliche und seelische Entwicklung essentiell ist, dass wir sie mindestens das erste Jahr an unserem Körper tragen, ist den meisten Eltern gar nicht bewusst.

Die Eltern-Kind-Bindung geschieht und entwickelt sich im ersten Lebensjahr über Körperkontakt. Studien beschäftigen sich damit, dass wir nach 20 Sekunden intensiver Umarmung beginnen, das Liebeshormon Oxytocin auszuschütten.

Wenn wir unsere Kinder bei uns tragen, sie bei uns im Bett schlafen und wir sie nach Bedarf stillen, oder liebevoll im Arm das Fläschchen geben – dann bedeutet das für unsere Babys im ersten halben Jahr ca. 1800 Stunden mehr Nähe und Körperkontakt – und somit 1800 Stunden mehr Liebeshormonausschüttung auf beiden Seiten - als wenn sie im eigenen Bett schlafen, im Kinderwagen liegen und das Fläschchen allein zu sich nehmen müssen. Sicherlich haben wir hier zwei Extreme gegenübergestellt, dennoch entspricht es häufig der Realität.

Beim Kitastart verhält es sich sehr ähnlich. Unsere Kinder müssen nicht abgestillt sein, wenn es losgeht. Im Gegenteil! Die meisten Mamas gehen nach dem ersten Jahr Elternzeit wieder arbeiten und geben ihre Herzenskinder in die Obhut einer Tagesmutter oder Krippe. Dieser Zeitpunkt fällt leider in den meisten Fällen mitten in einen extremen Entwicklungsschub – und wir wissen alle, wie diese aussehen. Die Kinder wollen am liebsten zurück zu Mama in den Bauch und keinen Zentimeter von ihren Bindungspersonen entfernt sein. Das Stillen ist der sichere Hafen und vermittelt Geborgenheit. Wie passt das dann mit der Kita zusammen? Sollten die Babys da nicht am besten abgestillt sein, damit sie in der Kita alleine einschlafen und auch am Essen teilnehmen? Muss ich mein Kind nicht schon früh daran gewöhnen?

Wir können da aus zahlreichen Erfahrungen berichten – die Kleinen schlafen tatsächlich mit den anderen Mäusen ganz ohne Brust in der Krippe ein und tatsächlich beginnen sie sogar mit den anderen gemeinsam zu essen! Wenn ich meine Tochter abhole, begrüßt sie in der Regel zuerst meine Brüste und dann mich. Wir nehmen uns eine kurze Auszeit, setzen uns in der Kita auf einen Sessel und stillen. Die anderen Kinder sind dann immer ganz neugierig und finden es ganz wunderbar, dass die Pauli jetzt Milch trinkt und da tatsächlich noch Milch drin ist. Ich merke jeden Tag wieder, wie gut es ihr tut, dass sie nach den Stunden ohne Mama wieder Nähe tanken kann.

Jedes Kind ist anders. Jede Mama ist anders, jede Familiensituation und Stillgeschichte ist anders. Diese Lösung ist unsere Lösung. Ich kann nur berichten, dass es nicht notwendig ist, sein Baby zum Kitastart abzustillen. Es funktioniert auch prima im Einklang miteinander!

Denn Kinder wollen selbständig werden. Wir müssen da gar nichts machen oder gar manipulieren. Spätestens bei Beginn der ersten „Trotz“phase, die wir lieber Autonomiephase nennen, erfahren Eltern, dass Kinder ALLES alleine machen möchten. Der erste, wichtige Abnabelungsprozess beginnt. Egal ob Peru oder Paderborn. Unsere Kinder entwickeln sich alle sehr, sehr ähnlich. Sie wollen in die Aufrechte, sie wollen lernen, sie wollen die Welt entdecken! Und das geht am besten in einer sicheren Wohlfühlumgebung in der man nach Strich und Faden verwöhnt und „einschlafgestillt“ wird ;)


Stell Dir vor, Du bist hungrig und gehst in ein Restaurant, in einem fremden Land, dessen Sprache Du nicht sprichst. Immer wieder geht jemand mit leckerem Essen an Dir vorbei und ignoriert Dich. Die Atmosphäre ist angespannt und Du bist quasi auf Dich allein gestellt.

Szenenwechsel

Du bist immer noch in einem fremden Land aber Du gehst in ein Restaurant, in dem Du freundlich empfangen wirst. Jeder Wunsch wird Dir von den Augen abgelesen. Du wirst zu einem schönen, lauschigen Platz geführt, Dein Lieblingsgetränk steht bereits dort und nach ein paar Sekunden bringt Dir eine freundliche Dame etwas wundervolles zu essen.

Wo würdest Du beim nächsten Mal zum Essen gehen? Wo würdest Du Dich wohl fühlen und wen würdest Du weiterempfehlen?


Unsere Kinder können nicht entscheiden. Aber sie können sehr wohl überlegen, wo sie in 25 Jahren noch zum Muttertag vorbeischauen…

Wir alle belohnen uns mit „Wellness“, „Verwöhnaromen“, „Verwöhnkaffee“, die Werbung suggeriert uns ständig, dass wir uns etwas „Gutes“ gönnen sollen… Nur unsere Kinder. Die dürfen wir auf keinen Fall verwöhnen. Sonst gewöhnen sie sich daran und werden nicht selbständig?!