KEKSE!!
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Höher, Schneller, Weiter..?

10 Tipps für eine Freie Bewegungsentwicklung unserer Kinder

Meine Gedanken kreisen…
Wann kann mein Kind sich drehen?
Wann setzt es sich selbständig auf?
Wann krabbelt es, wann läuft es?
Was kann ich nur tun?
Erkennst du dich wieder?

Was bedeutet überhaupt‚ "Freie Bewegungsentwicklung"?

Unter Bewegungsentwicklung versteht man den Zuwachs motorischer Fähigkeiten - aber Freie Bewegungsentwicklung ist viel mehr als das. Wir nehmen das Handeln unseres Kindes als Fortschritt war.

Heute kann es sich drehen, gestern konnte es dies noch nicht.
Morgen kann es vielleicht...? Wir bewerten auch gewissermaßen: mehr und schneller bedeuten besser.
„Der kleine Franz kann schon sitzen“ – da schwingt eine gewisse Erwartung mit.

Aber Kinder denken anders. Sie leben im Hier und Jetzt. Wir werden Ihnen nicht gerecht mit dem Gedanken des Fortschritts. Durch die Freie Bewegungsentwicklung kommen sie zu sich. Sie spüren sich. Sie werden sich selbst bewusst in ihrer Umgebung. Wir können unseren Kindern aber gerecht werden und gleichzeitig die Bindung fördern, indem wir versuchen sie wahrzunehmen wie sie sind.

Ohne Vergleich, ohne Entwicklungstabelle. Das Baby vorbehaltlos annehmen, so wie es ist. Ohne Manipulation und Erwartungshaltung, ohne Zukunftspläne und Sorgen um Probleme und Defizite.

Wir freuen uns und fiebern dem nächsten Meilenstein der Bewegungsentwicklung entgegen. Oft werde ich gefragt „Wie kann ich mein Kind unterstützen oder es fördern?“. Die Antwort darauf ist eher, „Wie schränke ich mein Kind möglichst wenig in seiner freien Bewegungsentwicklung ein“.

Hier habe ich 10 Tipps gesammelt:

  1. Schluss mit schnell: Viel zu oft sind wir im Zustand von dauerndem Zeitdruck. Das Tempo, in dem ein Kind lernt, ist sehr individuell.
    Ist dein Kind bei den Schnellen mit dabei? Erfreu dich einfach daran. Ist es eher landsam? Freu dich auch darüber.
    Langsam ist auch häufig genauer. Es ist auch ein Stück weit seine Persönlichkeit, in welcher Art und Weise es sich neuen Herausforderungen annimmt.

  2. Verzicht auf sinnlose Geräte: Spar das dir das Geld für bestimmte Anschaffungen. Beispielsweise sind für das Laufen viele Vorstufen notwendig. Wird ein Kind an einen Lauflernwagen gestellt, werden ihm diese vorweggenommen. UND: Es wird auch das Laufen lernen nicht beschleunigen. Erfeue dich an den kleinen Entwicklungsschritten, die dein Kind jeden Tag macht. Völlig Kostenlos.

  3. Beobachte und sei da, wenn dich dein Kind braucht. Sie suchen sich in der Regel genau die Herausforderungen, die sie brauchen, nicht zu leicht und nicht zu schwer. Versuche dich zu bremsen, wenn du helfen möchtest.

  4. Einfach mal machen lassen. Lehn dich zurück (schaffe zuerst eine sichere Umgebung, in der du das auch kannst). Babys lernen am Besten wenn wir sie nicht unnötig dabei stören.

  5. Hilf nur so viel wie nötig. Befreie dein Baby aus einer unbequemen Lage, wenn es das offensichtlich nicht selbst kann und deine Hilfe braucht. Reagiere feinfühlig darauf, gib deinem Kind nähe.

  6. Nutze die Natur. Klar, es gibt schöne Spielplätze, aber kein Spielplatz ist so vielfältig für die Bewegungsentwicklung wie die Natur.

  7. Wasser. Babys lieben Wasser. Anfangs kann das einfach eine Wasserschüssel sein zum pritscheln. Um die Freude daran beizubehalten.

  8. Weniger ist mehr. Dein Baby hat enorm viel zu verarbeiten. Gut gemeinte Förderung ist oft ÜBERforderung. Bereite nur wenige Dinge für dein Baby vor, anstatt eine ganze Decke voller Spielsachen.

  9. Vorbild sein. Dein Baby beobachtet dich. Was machst du gerne? Spazieren gehen? Yoga? Lass dein Kind teilhaben.

  10. Gemeinsam Toben. Nimm einfach mal die Positionen deines Kindes ein und schau, was ihr für einen Spaß daran habt. Du wirst merken: du brauchst kein Fitnessstudio mehr und obendrein stärkt es die Bindung.


Welche Position habe ich als Mama oder Papa?

Gehe doch einmal in dich, wenn du dein Kind so beobachtest.
Denkst du an ein anderes Kind und vergleichst es mit deinem?
Bist du voller Erwartung in Bezug auf bestimmte Errungenschaften?
Wie geht es dir in dieser Situation?
Bist du entspannt, angespannt, genervt, unter Zeitdruck?
Was nimmst du als deine Aufgabe wahr? Helfen, stoppen, abwarten, abrufbereit sein?


Fazit

Dein Baby hat manipulative Eingriffe nicht nötig. Es ist vollkommen zufrieden in dem, was es tut.
Du spürst, wenn dein Baby Hilfe braucht. Versuche vielleicht, die Spielzeit deines Kindes mehr fragend als wissend oder erwartend zu begleiten.

Dein Kind ist, so wie es ist, wunderbar und wertvoll. Erinnere dich an die erste Zeit mit deinem Baby, an die ersten Tage. An die Momente, in denen du dein Baby einfach nur angeschaut hast:
Wie tief berührt und fasziniert du von diesem vollkommenen, kleinen Wesen warst. Das war ein Augenblick voller Liebe. Du kannst solche Augenblicke nicht herbeiführen, aber du kannst an deinen Erwartungen, Vergleichen und Ungeduld arbeiten.

 

Verfasst von Katharina Auer, Kursleiterin in Oberbayern
Hier findet ihr zu Katharinas Kursen

Tags: Bewegungsentwicklung, Körperliche Entwicklung, Bedürfnisorientiert